Unternehmen nutzen Wachstumschancen durch Globalisierung
Viele deutsche Unternehmen bis hinein in den Mittelstand haben die letzten 10 Jahre versucht, die Globalisierungschancen zu nutzen und ihre Strategien entsprechend angepasst. Sie haben mit großem Erfolg neue Wachstumsmärkte erschlossen, um die seit Jahren niedrigen Wachstumsraten in Deutschland zu kompensieren.
Durch verstärkte Akquisitionen haben sie das Wachstum beschleunigt und sich andererseits auf die Kernkompetenzen im Weltmarkt im Sinne eines "Wachsens und Schneidens" konzentriert. So lag das weltweite Transaktionsvolumen für Akquisitionen in den Spitzenjahren 2000 und 2006 bei ca. 2 Bill. USD und in den Abschwungphasen nach Platzen der Internetblase und in der Finanzmarktkrise bei ca. 600 Mrd. USD.
Gleichzeitig haben sie Produktivität und Kapitalintensität beträchtlich gesteigert, um dem verschärften weltweiten Wettbewerb gerecht zu werden. So hat sich beispielsweise in der deutschen chemischen Industrie der Umsatz pro Mitarbeiter seit 1994 mehr als verdoppelt, während sich der Kapitalumschlag in etwa halbiert hat. Dies stellt Unternehmen bei der Steuerung ihrer Kernressourcen Personal und Kapital vor neue Herausforderungen.
